Baby-Erstausstattung: Die komplette Checkliste für Eltern
Was braucht ein Neugeborenes wirklich – und wie viel davon? Diese Checkliste führt alle Anschaffungen mit Mengen und Größen auf, dazu ein Zeitplan, was wann besorgt sein sollte.
Die Erstausstattung fürs Baby wirkt auf den ersten Blick riesig – ist sie aber nicht, wenn man weiß, was wirklich gebraucht wird und was warten kann. Diese Checkliste konzentriert sich auf die ersten Wochen: Kleidung in den richtigen Größen, Schlafen, Wickeln, Füttern, Pflege und Unterwegs.
Zu jeder Position steht eine Mengenangabe dabei – denn „Bodys“ hilft wenig, wenn man nicht weiß, ob zwei oder acht sinnvoll sind. Die Mengen sind gängige Richtwerte für den Start; Babys spucken, kleckern und wachsen, deshalb lieber wenige Teile pro Größe und bei Bedarf nachkaufen.
Hake ab, was du schon hast, streiche, was du nicht brauchst – und den Rest nimmst du als Einkaufsliste mit. Weiter unten findest du den Zeitplan nach Schwangerschaftswochen, eine ehrliche „Brauchst du (noch) nicht“-Liste und Tipps, wie ihr den Einkauf im Wochenbett organisiert.
Baby-Erstausstattung: Checkliste zum Abhaken
Alle Richtwerte gelten für den Start mit einem Neugeborenen. Erstlingsgrößen: 50/56 für die ersten Wochen, 56/62 mit etwas Luft zum Reinwachsen.
Kleidung (Gr. 50/56 & 56/62)
Schlafen
Wickeln
Stillen & Füttern
Pflege & Gesundheit
Unterwegs
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Wann solltest du mit dem Kauf beginnen?
Ein bewährter Zeitplan, an dem du dich orientieren kannst – früh genug, um nichts auf den letzten Drücker zu besorgen, spät genug, um nicht monatelang Kartons zu stapeln:
- Ab dem 5. Schwangerschaftsmonat: in Ruhe anfangen – Größeres wie Kinderwagen und Babyschale vergleichen, erste Kleidung kaufen
- Um die 35. Woche: Bett, Matratze und Wickelplatz stehen und sind aufgebaut
- 4 Wochen vor dem Termin: Babyschale liegt im Auto, das Erstlingsoutfit ist gewaschen
- 2 Wochen vor dem Termin: Erstausstattung komplett, Windelvorrat und Kliniktasche fertig
- Neue Kleidung vor dem ersten Tragen immer einmal waschen
Wie viele Bodys, Strampler und Schlafanzüge wirklich?
Die ehrliche Antwort: weniger, als die meisten kaufen – aber mehr, als man denkt, sobald das erste Bäuerchen auf dem dritten Body des Tages landet. 5 bis 8 Bodys und 4 Schlafanzüge pro Größe sind ein guter Start; bei täglichem Waschen reicht auch die untere Grenze.
Bei den Größen gilt: Neugeborene passen je nach Geburtsgewicht in 50/56, wachsen aber in Wochen heraus. Kaufe wenig in 50, etwas mehr in 56/62 – und freu dich über geschenkte oder gebrauchte Teile: Erstlingskleidung wird so kurz getragen, dass Secondhand-Ware praktisch neuwertig ist.
Was du dir (erstmal) sparen kannst
Genauso wichtig wie die Liste der Anschaffungen ist die Liste der Dinge, die warten können. Das hier brauchst du zum Start nicht:
- Babyphone – relevant erst, wenn das Baby im eigenen Zimmer schläft
- Milchpumpe – bei Bedarf später kaufen oder auf Rezept leihen
- Spielzeug und Krabbeldecke – Neugeborene haben andere Prioritäten
- Kleidung ab Größe 68 – da wächst dein Baby erst in Monaten rein
- Hochstuhl und Breigeschirr – Thema ab der Beikost, etwa ab dem 5.–7. Monat
- Flaschenwärmer, Windeltwister, Dampfsterilisator – geht alles auch ohne
Was kostet die Erstausstattung – und wo gibt es Unterstützung?
Die Spanne ist riesig: Mit Secondhand-Kleidung, geliehenem Kinderwagen und Basis-Ausstattung geht es ab einigen hundert Euro; wer alles neu kauft, landet schnell im vierstelligen Bereich. Die größten Posten sind Kinderwagen, Babyschale und Möbel – genau da lohnt Gebrauchtkauf oder Ausleihen im Familien- und Freundeskreis am meisten (Ausnahme: Babyschale nur aus vertrauenswürdiger Quelle, nie nach einem Unfall).
Familien mit geringem Einkommen können Unterstützung bekommen: Die Bundesstiftung Mutter und Kind bezuschusst die Erstausstattung; Beratungsstellen von Caritas, Diakonie oder dem Sozialdienst katholischer Frauen helfen beim Antrag. Auch die Krankenkasse ist eine Anlaufstelle für Fragen rund um Hebammenleistungen.
Wochenbett-Einkauf: Wenn dein Partner plötzlich den Haushalt schmeißt
Was auf keiner klassischen Erstausstattungs-Liste steht: Im Wochenbett verschiebt sich der komplette Einkauf. Du liegst mit dem Baby im Bett – und dein Partner steht zum ersten Mal allein im Supermarkt und soll wissen, welche Stilleinlagen, welche Windelgröße und welches Brot ihr eigentlich immer kauft.
Genau dafür lohnt sich eine gemeinsame Einkaufsliste, die ihr schon vor der Geburt anlegt: Du ergänzt vom Sofa aus, was fehlt („Stilleinlagen, Traubenzucker, noch ein Paket Windeln Gr. 1“), dein Partner sieht die Liste beim Einkaufen live auf seinem Handy – fertig sortiert nach Supermarkt-Kategorien, ohne Zettel und ohne Rückfragen-Anrufe aus dem Gang 7.
Mit Pauly funktioniert das so: Mit Pauly Pro hostest du eure gemeinsame Liste, dein Partner tritt mit der kostenlosen App per Code bei – und jede Änderung ist sofort bei beiden. Diktieren geht übrigens auch, was mit einem Baby auf dem Arm kein Detail ist.
Dazu gehört ein kleiner Wochenbett-Vorrat, den ihr am besten vor dem Termin einkauft: haltbare Lieblingssnacks, Tiefkühlgerichte oder vorgekochte Portionen, Traubenzucker, stilles Wasser und die Drogerie-Basics (Binden, Stilleinlagen, Windeln). Alles Dinge, die in den ersten zwei Wochen sonst genau dann ausgehen, wenn keiner einkaufen will.
Organisiert durchs Babyjahr: Der Vorrat denkt mit
Nach dem Wochenbett wird der Einkauf nicht weniger, nur anders: Windelgrößen wechseln alle paar Wochen (deshalb nie zu viel von einer Größe bunkern), Feuchttücher und Pre-Nahrung haben ihren eigenen Rhythmus, und ab der Beikost kommen ganz neue Posten dazu.
Der einfachste Trick: Sobald etwas zur Neige geht, wandert es sofort auf die geteilte Liste – wer auch immer als Nächstes am Laden vorbeikommt, nimmt es mit. So wird der Windelvorrat nie zur 22-Uhr-Notfallfahrt, und keiner von euch muss den Überblick allein im Kopf behalten.
Häufige Fragen zur Baby-Erstausstattung
Wann sollte die Erstausstattung komplett sein?
Spätestens zwei Wochen vor dem errechneten Termin – Babys halten sich nicht an Kalender. Ein bewährter Fahrplan: ab dem 5. Monat in Ruhe anfangen, um die 35. Woche Möbel und Bett aufbauen, vier Wochen vor dem Termin Babyschale und Erstlingsoutfit bereit.
Wie viele Bodys braucht ein Neugeborenes?
5 bis 8 Bodys pro Größe reichen für den Start, wenn regelmäßig gewaschen wird. Wickelbodys zum Knöpfen sind praktischer als Schlupfbodys, weil nichts über den Kopf gezogen werden muss.
Welche Kleidergröße braucht ein Neugeborenes?
Die meisten Neugeborenen starten in Größe 50 oder 56, je nach Geburtsgewicht. Kaufe wenig in 50 und etwas mehr in 56/62 – Erstlingsgrößen werden oft nur wenige Wochen getragen.
Was braucht man für ein Baby am Anfang NICHT?
Babyphone, Milchpumpe auf Vorrat, Spielzeug, Kleidung ab Größe 68, Hochstuhl, Flaschenwärmer und Sterilisator kannst du dir zum Start sparen. Vieles davon kaufst du besser erst, wenn der Bedarf wirklich da ist.
Was ist bei einem Winterbaby anders?
Zusätzlich zum Grundpaket: 1–2 warme Overalls oder ein Winter-Fußsack für Babyschale und Kinderwagen, warme Mütze und dickere Schlafsäcke. Im Auto gilt: keine dicke Jacke unter dem Gurt – lieber Decke über die angeschnallte Babyschale.
Gibt es finanzielle Unterstützung für die Erstausstattung?
Ja. Die Bundesstiftung Mutter und Kind bezuschusst Familien mit geringem Einkommen; Beratungsstellen von Caritas, Diakonie oder SkF helfen kostenlos beim Antrag. Auch Secondhand-Käufe und Leihen im Familienkreis drücken die Kosten deutlich.
Kann ich die Checkliste als Einkaufsliste in eine App übernehmen?
Ja – tippe oder diktiere die offenen Punkte einfach in die kostenlose Pauly-App. Mit Pauly Pro könnt ihr die Liste als Paar gemeinsam führen: einer ergänzt, der andere sieht es live beim Einkaufen.
Eure gemeinsame Liste fürs Wochenbett
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